Philosophie und Hintergrund FabLab-Bremen
Deutschland als Exportnation ist auf Nachwuchs angewiesen. Die Entwicklung von Innovationen ist Teil unserer kulturellen Identität und unseres Wohlstandes. Für die Erhaltung dieser Kultur ist das Umeinander-Wissen innerhalb unserer Gesellschaft wichtig.

Tag der offenen Tür im FabLab-Groningen
Die Initiatoren des geplanten Bremer Labors möchten das Wissen vermittelnde Potenzial des Prinzips FabLab dazu nutzen, eine außerschulische Lernumgebung zu entwickeln, die eine mögliche Antwort auf die aktuelle Bildungssituation in Deutschland gibt.
Vermittelt werden sollen, in vorrangig multidisziplinären Workshops, Medienkompetenz für Zukunftstechnologien sowie Lehrinhalte, die in klassischen Fächern verankert sind.
"Für eine gelungene Bildung braucht es ein ganzes Dorf!"
(Afrikanisches Sprichwort)
FabLabs sind Orte der Begegnung für unterschiedlichste Disziplinen, Orte der Entwicklung und Innovation, Orte der Kommunikation. Kindern und Jugendlichen bietet sich darin die Gelegenheit, verschiedenste Berufsgruppen kennen zu lernen, um sich frühzeitig in der Arbeitswelt orientieren zu können.
FabLab-Bremen sucht deshalb bewusst die Nähe zu Kooperationspartnern aus verschiedensten Berufsfeldern und gesellschaftlichen Bereichen, um gemeinsam bildungsrelevante Workshopformate und neue Bildungsansätze zu entwickeln.
Das Labor kooperiert hierfür mit Forschungseinrichtungen und stellt sich selbst als Gegenstand von Forschung zur Verfügung. Aus der praktischen Arbeit vor Ort soll eine wissenschaftliche Verwertbarkeit gewonnen werden, die auch für andere Bundesländer von Nutzen ist.
Affinität für Technik / Zugangschancen in die Arbeitswelt
Den Initiatoren liegt besonders am Herzen, gerade jungen Menschen eine Affinität zu technischen Berufsgruppen zu vermitteln und diese als kreative Disziplinen kennen zu lernen.
FabLab-Bremen möchte mit seiner Arbeit dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche verbesserte Zugangsmöglichkeiten zur Arbeitswelt und zum gesellschaftlichen Leben bekommen. FabLab-Bremen bezieht sich in seinem Ansatz auf den bundesweiten Mangel an FacharbeiterInnen sowie Nachwuchssorgen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Besonderes Augenmerk liegt auf der Heranführung von Mädchen und jungen Frauen an diese Berufsgruppen.
FabLab is not a man´s world!

Workshopteilnehmerinnen im FabLab-Groningen
Basierend auf den Erfahrungen der niederländischen FabLab-Community, ziehen FabLabs zu etwa gleichen Anteilen sowohl männliche, als auch weibliche NutzerInnen an.
Mädchen und junge Frauen entwickeln ebenso einen Affinität zu technischen Disziplinen, wie ihre männlichen Altersgenossen.
Ursache dafür könnte sein, dass es im FabLab nur selten um „pure“ Technik geht, sondern immer auch um gestalterische Aspekte. Das FabLab lässt ausreichend Freiraum für eine spielerische, intuitive und experimentelle Annäherung an Technik, die über eine rein logisch-rationale Durchdringung hinausgeht.
share knowledge in an open source working cloud!
Der Alltag im FabLab bedeutet interkulturelle Zusammenarbeit, in der Toleranz an erster Stelle steht. FabLab-Bremen versteht sich nicht als isolierte Institution, sondern als Teil einer internationalen Community. Weltweit gibt es inzwischen ca. 60 FabLabs, die wechselseitig Wissen untereinander austauschen. In der Arbeit vor Ort wird das Bremer Labor diesen Umstand nutzen, um den wertvollen Erfahrungsschatz von Menschen mit Migrationshintergrund mit einzubeziehen.

Digital Fabrication auf der fab6 Amsterdam
come back and stay in touch!
Das Bremer FabLab wird neben seinem Workshopangebot an zwei Wochentagen öffentlichen Zugang bieten, in dem nach Vereinbarung Maschinen frei benutzt werden können. In diesen Zeiten können NutzerInnen individuelle Ideen praktisch umsetzen, die sie ggf. zu Hause am Computer entworfen haben. Speziell für Jugendliche ist dies von Bedeutung, da sie kostensparend ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Als FabLab-NutzerInnen werden sie Teil einer internationalen Gemeinschaft, in der sowohl AnfängerInnen als auch gestandene Profis aktiv sind.
Von der Welt der Bits and Bytes wird im FabLab eine Brücke geschlagen in die Welt der Atome. Aus den „Sphären“ des Digitalen heraus „materialisieren“ sich Gegenstände. Dies markiert einen Umkehrpunkt, in dem wieder Dinge in die Hand genommen und aktiv gestaltet werden können. Dies sorgt auch für Interesse bei einer Generation, die bisher eher in der analogen Welt zu Hause war und ermöglicht eine fruchtbare, generationsübergreifende Zusammenarbeit. Die ältere Generation verfügt über wertvolles Wissen, welches im FabLab gefragt ist!

Senioren im Groninger FabLab
Die Umsetzung eigener, individueller Ideen stehen im FabLab im Vordergrund. Sie sind Treibsatz und Ausgangspunkt dafür, sich Wissen aus unterschiedlichsten Fachbereichen peer to peer anzueignen. Die praktische Umsetzung gerade von selbst gestellten Aufgaben sorgt für eine nachhaltige Lernerfahrung, da ein praktisches Erlebnis damit verbunden ist.

Individuell gefertigtes Hilfsmittel / FabLab-Groningen
FabLab-Bremen versteht sich als Ort, an dem lebenslanges formales und informelles Lernen mit Spaß und Leidenschaft verbunden ist.
Karsten Joost, Simon Engelbertz
Hauptmerkmale des Bremer Modells
- Neben den Eigenschaften, die kennzeichnend für ein FabLab sind, versteht sich das Bremer FabLab als außerschulischer Lernort, an dem speziell aufbereitete Workshopformate für multidisziplinäre Wissensvermittlung entwickelt und angeboten werden.
- FabLab-Bremen wirkt aktiv an der Entwicklung von Bildungsangeboten mit und fördert entsprechende Zusammenarbeit. Vor diesem Hintergrund wird eine aktive regionale und internationale Netzwerkarbeit betrieben.
- Auch außerhalb des Labors agieren die Initiatoren als Veranstalter mit dem Ziel, Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Disziplinen und Kulturen zu ermöglichen und Barrieren abzubauen.
- Im Bremer Ansatz wird der Begriff „Kreativität“ bewusst nicht bestimmten Disziplinen zugeordnet. Jede und jeder ist mit ihrer bzw. seiner individuellen Kreativität willkommen.
- Gefördert wird der Austausch von Wissen über eine speziell aufbereitete Internetplattform. Kennzeichnend ist sowohl die niedrigschwellige Partizipationsmöglichkeit als auch der fachspezifische Wissensaustausch.
- FabLab-Bremen definiert sich auch durch seine Nähe zu Wissenschaft und Forschung und wirbt für entsprechende Kooperation. Ziel ist die Schaffung einer wissenschaftlichen Grundlage, mit der die Ansätze und Strukturen des FabLabs kontinuierlich überprüft und weiter entwickelt werden.
Aktuelles
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15.-30.06.2012
Veranstaltung zu den Themen: Bildung / Nachwuchsförderung in MINT-Disziplinen / FabLab und generative Fertigungstechnologien mehr... -
18.08.2011
Verpackungsdesign für die Kunsthalle-Bremen made in FabLab mehr... -
19./20.03.2011
Educamp / Universität-Bremen
mehr... -
12./13.03.2011
DIY-Lounge
Messe-Bremen ( Halle 7) mehr... -
25.02.2011
FabLab-Groningen zu Besuch in Bremen mehr... -
24.02.2011
FabLab-Projekt-Bremen zu Gast beim Rapid-Prototyping-Zentrum e.V. mehr... -
30.09.2010
Bildungszentrum Technik und Gestaltung Oldenburg und das FabLab-Projekt-Bremen besuchen das FabLab-Groningen mehr... -
26.08.2010
AG dimeb (Digitale Medien in der Bildung) der Universität-Bremen und das FabLab-Projekt Bremen besuchen das FabLab-Groningen mehr... - 16.08.2010
Eröffnung der einwöchigen internationalen fab6-Konferenz in Amsterdam mehr... - 01.04.2010
Eröffnung des FabLab-Groningen im Incubator-Building Het Paleis im Groninger Ebbingequartier mehr...

